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DRESDEN TAG UND NACHT

Wenn sich gute Freunde trennen, tut es weh. Man leidet gewissermaßen mit. Beziehungen, die man über Jahre aufgebaut und gepflegt hat, fallen auseinander. Das gewohnte Umfeld bricht auseinander. Wenn sich dann verzwickte Dreiecksbeziehungen ergeben, ist es noch schwieriger.

Immer und immer wieder wird man um die eigene Meinung gefragt, wohl wissend, dass man im Zwiespalt ist. Mit sich selbst, mit dem Wunsch, loyal zu bleiben und doch schwingt dieses ungute Gefühl mit. Man möchte den Kontakt zu lieb gewonnenen Freunden halten und verliert sich doch. Es tut weh. Man muss dem Neuen Zeit geben und auch Grenzen setzen, wenn man das Gefühl hat, da geht etwas zu weit. Man muss auch nicht zu allem ja sagen und es beklatschen, wenn sich neue Beziehungen hervortun. Man kann auch einfach mal sagen: Eure Situation ist richtig scheiße. Und unsere nicht. Und ich will auch, dass es so bleibt. Unserer Leben geht trotzdem weiter, auch wenn ich Rücksicht auf euch nehmen möchte. Es geht leider nicht immer. Euch hat es auch nicht interessiert, als ich in schwierigen Situationen kämpfte. So ist es nun einmal. Jeder kämpft für sich. Man kann zwar miteinander reden und versuchen, die Situation der Anderen zu verstehen, aber aktiv zu helfen, ist dann doch manchmal schwer. Man muss versuchen, aufgeschlossen zu bleiben. Das sind wir.

Freunde, die unserer Situation fern sind, sagten neulich: Bei euch ist es wie in „Berlin Tag und Nacht“. Ständig passiert etwas Verrücktes, Paare streiten, haben Affären, trennen sich, versöhnen sich mit großem Tamtam. Und dann gibt es doch wieder das große Drama. Es ist manchmal zu lustig und zu sehr Klischee um wahr zu sein. Ich sagte dann: Ja, es ist „Dresden Tag und Nacht“. Man kann gespannt sein, was noch folgt.

photo by: marfis75
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