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DRESDEN – ZEHN JAHRE UND EIN TEIL VON MIR

Zehn Jahre wohne ich nun in dieser Stadt. Dresden. Als ich hier her kam, war ich so frisch, voller Tatendrang und mit viel Vorfreude auf das Neue. Ich war für mein Alter schon recht selbstständig, aber ich hatte auch immer die beste Unterstützung meiner Familie. Anfangs fuhr ich jedes Wochenende heim, traf meine Freunde, es war fast drei Jahre lang so. Doch dann wuchs ich mit Dresden zusammen, ich lernte, mit mir selbst auszukommen. Meine eigene Wohnung half mir dabei. Mir gefiel es, mir alles selbst zu gestalten, die Straßen und Wege der Stadt alleine zu ergründen, abends die laue Sommerluft auf meinem Balkon zu schmecken und auf die Elbe zu schauen. Es kamen immer mehr Bekannte und Freunde her. Ich war schon lange nicht mehr allein. Und so ging ich meinen Weg. Tanzte lange Nächte, saß in Bars, schlenderte Sonntags durch die Altstadt und lernte neue Leute kennen. Und jetzt – bin ich schon lange angekommen. Lerne aber immer wieder neue Ecken meiner Stadt kennen. Und wenn ich durch Mickten laufe, für sieben Jahre war es meine kleine neue Heimat, dann kenne ich so viele Ecken, und es gibt so viele Erinnerungen, die dieses Viertel füllen. Ich laufe durch die Flutrinne Richtung Übigau und merke, was für tolle Menschen ich hier getroffen habe – und wie vertraut mir diese Wege sind. Das hier – in Mickten- In Randpieschen – das ist ein Teil von mir. Meine alte Hood, so freundlich, so normal, so vielseitig. Und ebenso in der Neustadt, wo ich in Hinterhöfe und Straßenzüge schaue, und ich erinnere mich an die BRN, wo wir in der Unterführung DrumNBass tanzten, wo wir uns verloren haben und dann im Regen wiederfunden.

Und vor zweieinhalb Jahren ging meine Reise weiter. Ich wohne nun an der anderen Seite der Stadt, es ist nun grüner und dörflicher um mich herum. Ich habe es gewagt und gewonnen. Ich bin glücklich damit. Der Tapetenwechsel tat sehr gut und der neue Abschnitt fühlt sich nun mehr als richtig an. Ich laufe nun durch die Flutrinne hinter Tolkewitz, an die Elbe, radele im Sommer nach Zschieren, um mich zu erfrischen, laufe viel durch die gepflegten Straßen, unserer Kater begrüßt uns im Hof, wenn wir nach Feierabend heim kommen.  Und so bin ich wieder dabei, Neues zu entdecken, die Kirchglocken wecken mich Morgens und ich fühl mich Zuhause.

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